Nissan will seine Elektroautos mittels Induktion aufladen

Der japanische Autohersteller Nissan wärmt eine alte Idee neu auf. Seine Elektroautos sollen ohne Kabel mittels Induktion aufgeladen werden. Der Ladevorgang soll in speziell dafür eingerichteten Parkbuchten erfolgen. Eine ähnliche Technik wird heute bereits im kleineren Rahmen angewandt, etwa zum Aufladen elektrischer Zahnbürsten. „Wenn man handliche Geräte anschaut, ist das Aufladen mittels Induktion eine erprobte Technologie, die grundsätzlich funktioniert. Ich glaube aber, dass man Elektroautos über Nacht trotzdem weiterhin mit dem Kabel aufladen wird und tagsüber die Induktionstechnik nutzt. Kabel sind effizienter als Induktion“, so David Bott vom Technology Strategy Board.

Das erste Auto, das die Induktionstechnologie verwendet, wird Nissan Anfang August im Rahmen der Eröffnung des neuen Firmenhauptsitzes in Yokohama vorstellen. Das „Zero Emission Vehicle“ (ZEV) soll ein rein elektrisch betriebener, kompakter Fünfsitzer werden.

Induktionstechnik in Ladespuren in der Fahrbahn integrieren

Der im Auto eingesetzte 250 Kilogramm schwere Lithium-Ionen-Akku soll dem Fahrzeug eine Reichweite von rund 160 km ermöglichen. Die Höchstgeschwindigkeit werde etwa 150 km/h betragen, heißt es bei Nissan. Das Elektroauto soll schon 2010 in Japan und den USA auf den Markt kommen. Europäer müssen sich noch bis 2012 gedulden.

 
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